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Plötzliche Ohnmacht

Stumme Gefahr: Herzrhythmusstörungen bleiben häufig unentdeckt

Von Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) · 2019

Herzrhythmusstörungen sind nicht nur unangenehm, sondern häufig auch lebensgefährlich.

Kurze Ohnmachten sind ein häufig auftretendes Problem. Jeder zweite Mensch erleidet sie im Laufe seines Lebens. In einigen Fällen liegen den Vorfällen Herzrhythmusstörungen zugrunde, die für die Patienten lebensgefährlich sein können. Die Ohnmacht von heute kann den plötzlichen Herztod von morgen bedeuten. Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie- Herz- und Kreislaufforschung e. V. erklärt, warum Herzrhythmusstörungen so gefährlich sind.

Die europäische Behandlungsleitlinie empfiehlt als Standard für die Diagnostik einen implantierbaren Ereignisrekorder. Es handelt sich hierbei um einen kleinen Chip, der innerhalb weniger Minuten unter die Haut implantiert werden kann und über drei Jahre hinweg den Herzrhythmus aufzeichnet. Sollte also nach Wochen oder Monaten die nächste Ohnmacht auftreten, offenbart das Gerät den Herzrhythmus zum Zeitpunkt der Bewusstlosigkeit. Im Rahmen der Herztage der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie wurde im Oktober eine Studie vorgestellt, die zeigt, wie wichtig die Ereignisrekorder in der Patientenversorgung sind. Ein Forscherteam wertete die Daten von 434 Patienten aus, denen innerhalb der letzten sechseinhalb Jahre ein Ereignisrekorder implantiert worden war. Über 47 Prozent der dabei entdeckten Rhythmusstörungen waren Zufallsbefunde, die nicht mit der ursprünglichen Diagnose übereinstimmten und ohne den Rekorder nicht entdeckt worden wären. 

Plötzliche Ohnmacht: Früherkennung ist der Schlüssel zu einer optimalen Therapie 

Die Studie zeigt, dass Ereignisrekorder eine große Bedeutung für die Diagnosestellung von bisher nicht bekannten Herzrhythmusstörungen haben. Nur wenn sie frühzeitig erkannt werden, kann rechtzeitig eine wirksame Therapie eingeleitet und so Herzinfarkte oder Schlaganfälle verhindert werden. Obwohl der Nutzen von Ereignisrekordern inzwischen durch zahlreiche Studien belegt ist, wird die Implantation bisher von den Krankenkassen in Deutschland nur als letzter Schritt in der Diagnostik vergütet. Die Nachsorge wird von den Krankenkassen gar nicht erstattet. Das führt häufig dazu, dass die Ereignisrekorder erst gar nicht eingesetzt werden können. Viele zum Teil lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen bleiben dadurch unentdeckt und den Patienten eine effektive Therapie verwehrt.

Kontakt

Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V.
Grafenberger Allee 100
40237 Düsseldorf
Web: www.dgk.org

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