Digitalisierung in der Medizin

Hightech-Medizin immer intelligenter

Von Tobias Lemser · 2023

Wer heute neue Trends in der Medizin setzen möchte, kommt kaum noch an Künstlicher Intelligenz vorbei – ob bei der Vorhersage von Asthmaattacken oder der Diagnose von Tumorerkrankungen. Die Möglichkeiten sind immens und haben ein Ziel: erkrankten Menschen zu helfen.

Technologische prothetische Roboter arm wird von zwei professionellen Entwicklungsingenieuren in einem High-Tech-Forschungslabor mit modernen futuristischen Geräten getestet.
Foto: iStock / gorodenkoff

In so ziemlich allen Lebenslagen nutzen wir unser Smartphone – was inzwischen vor allem an den zahlreichen Apps liegt, die uns nicht nur beim Chatten oder Online-Banking dienen, sondern uns auch Daten rund um unsere Gesundheit liefern. 

Einen Schritt voraus

Ein dabei immer wichtigerer Player ist die Künstliche Intelligenz (KI) – so auch bei chronischen Atemwegserkrankungen. Häufiges Problem: Die ärztliche Überwachung kann nicht in der Regelmäßigkeit durchgeführt wird, wie es etwa bei Asthma wünschenswert wäre, sodass sich eine deutliche Verschlechterung der Symptome nicht rechtzeitig erkennen lässt. Dies wäre jedoch immens wichtig, um die sogenannten Exazerbationen therapeutisch noch verhindern zu können. Genau an diesem Punkt kann fortan eine App helfen, die mittels enthaltener akustischer KI-Daten das nächtliche Husten analysiert. Ist die Nacht vorüber, informiert schließlich die enthaltene „Hustenampel“, wie oft und wie heftig die Betroffenen gehustet haben, und trifft auf dieser Basis Aussagen, wie die Erkrankung in den kommenden vier Tagen verlaufen wird.

Durch Digitalisierung in der Medizin Sekundenschnell zur Diagnose

Auch in der Krebsmedizin kommen KI-basierte Lösungen bereits zum Einsatz, sei es bei der Wahl der individuell besten Therapie oder bei der Diagnose von Tumorerkrankungen. Für Letztere haben Forschende des Dresdner Uniklinikums und der TU Dresden erstmals ein Computersystem entwickelt, das mittels KI eine akute myeloische Leukämie (AML) und eine für die Therapie wichtige Mutation präzise erkennen kann. Braucht es für die klassische mikroskopische Analyse eines Knochenmarkausstrichs mehrere Stunden Zeit, dauert der neu entwickelte Algorithmus weniger als zehn Sekunden, um entartete Zellen zu enttarnen.

Hilfe bei Herzschwäche 

Immer häufiger ist Digitalisierung der Schlüssel zum Erfolg, auch um rechtzeitig eine lebensbedrohliche akute Herzinsuffizienz zu erkennen. Stichwort Telemonitoring, mit dessen Hilfe pausenlos digitale Daten an ein telemedizinisches Zentrum übertragen werden. Besonders positiv: Telemonitoring setzte sich zuletzt auch wegen der seit Januar bestehenden Kostenübernahme durch die Krankenkasse bundesweit zunehmend durch – ebenso ein immenser medizinischer Fortschritt, der den Betroffenen zudem mehr Selbstkontrolle und damit Sicherheit und Lebensqualität gibt.

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