Mobile Health

Gesundheit to go

Von Mark Krüger · 2021

Mal eben den Herzrhythmus checken, einen Hörtest machen oder den Schlaf tracken? Gesundheits-Apps machen es möglich. Richtig eingesetzt können die „digitalen Helfer“ dazu beitragen, die Gesundheitsversorgung zu verbessern.

Eine Gesundheitsapp auf dem Smartphone zeigt Daten an
Foto: iStock / grinvalds

Wer im App-Store nach Gesundheits-Apps stöbert, wird regelrecht überflutet mit Angeboten. Laut Bundesgesundheitsministerium gibt es über 100.000 Apps, die sich mit Gesundheits- oder Medizinthemen befassen. Bereits drei Viertel der Smartphone-Nutzer in Deutschland nutzen frei verfügbare Fitness-, Ernährungs- oder Health-Apps. Laut Prognose könnte sich der weltweite Umsatz im Bereich mHealth im Jahr 2025 auf rund 246,8 Milliarden US-Dollar belaufen. mHealth als Teilsegment von Digital Health dient einer durch Mobilgeräte elektronisch unterstützten Gesundheitsversorgung – durch Aufzeichnung, Überwachung und Speicherung spezifischer Gesundheitsparameter.

Mobile Health: Krankenkassen ziehen mit

Auch Krankenkassen steigen zunehmend in den Markt von mHealth ein. Viele Versicherer bieten inzwischen selbst Gesundheits-Apps an, die der Prävention dienen – unter anderem in den Bereichen Ernährung, Bewegung und Fitness oder Stress. Neben Apps zur Gesundheitsförderung gibt es zudem therapiebegleitende. Sie unterstützen zum Beispiel Diabetiker bei der Blutzuckerüberwachung oder helfen Herzpatienten dabei, ihren Gesundheitszustand zu überwachen. Als mobiles Service-Angebot helfen Krankenkassen-Apps den Anwendern, zum Beispiel ihre Gesundheitsdaten zu verwalten oder unterstützen bei der Suche nach einem Arzt oder einer Ärztin. 

Apps auf Rezept

Es ist davon auszugehen, dass es sich bei der gesundheitsbezogenen Nutzung von mobilen Endgeräten nicht um einen kurzlebigen Trend handelt. Im Gegenteil: mHealth besitzt das Potenzial, das Gesundheitswesen zu verändern. Allerdings müssen laut Experten auch mögliche Risiken von Gesundheits-Apps im Blick behalten werden, damit die digitalen Helfer einen echten Mehrwert für die User bieten. Es gilt also, sich gut über die App zu informieren und gegebenenfalls mit dem Hausarzt oder der Krankenkasse Rücksprache zu halten. Ärzte können inzwischen vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte geprüfte Medizin-Apps, die sogenannten „Digitalen Gesundheitsanwendungen“ (DiGA), verschreiben. Das Interesse der Menschen in Deutschland gegenüber der neuen Kassenleistung ist groß: 59 Prozent können sich vorstellen, Apps auf Rezept zu nutzen, 40 Prozent wollen ihren Arzt sogar aktiv danach fragen, wie eine Bitkom-Umfrage im Sommer 2020 herausgefunden hat.

Gesundheits-Apps

Checkliste zur Nutzung von Gesundheits-Apps des Aktionsbündnis Patientensicherheit: 
www.aps-ev.de/checkliste

Weisse Liste App-Suche der Bertelsmann Stiftung: www.trustedhealthapps.org

Verzeichnis für digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA): https://diga.bfarm.de/de

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