Grüner Tee gegen Bluthochdruck

Gutes Herz-Kreislauf-System und gesunder Blutdruck: Multitalent grüner Tee

Von Jessica Socha · 2021

Dass der beliebte grüne Tee aus China viele positive Eigenschaften mit sich bringt, ist kein Geheimnis mehr. Als Entzündungshemmer minimiert er das Arthritisrisiko, mithilfe des Fluoridgehalts beugt er Osteoporose vor und durch die enthaltenen Antioxidantien sorgt er für eine gesunde Haut. Eine chinesische Langzeitstudie deckt nun neue Vorteile für den Herz-Kreislauf auf.

Teeglas mit grünem Tee und Blätter der Pflanze
Foto: iStock/KMNPhoto

Grüner Tee gegen Bluthochdruck: neue Ergebnisse

Bisher waren sich Forscher:innen uneinig, ob der regelmäßige Konsum von grünem Tee eine positive Auswirkung auf das Herz-Kreislauf-System hat. Nun hat das China-PAR-Projekt es erwiesen: Grüner Tee senkt das Risiko einer Herzerkrankung und verbessert die Gehirnfunktion. Das Team um den Epidemiologen Dongfeng Gu vom Peking Union Medical College betrachtete über sieben Jahre hinweg die Daten von über 100.000 Teilnehmer:innen. Die Untersuchung zielte darauf ab, Risikofaktoren für atherosklerotische Herz-Kreislauf-Leiden wie zum Beispiel Herzinfarkt oder Schlaganfall von Proband:innen vorherzusagen, die in der Vergangenheit weder an diesen Herzerkrankungen noch an Krebs gelitten hatten. 

Für die Studie wurden die Teilnehmer:innen in zwei Gruppen aufgeteilt: jene, die wöchentlich drei Mal oder öfter grünen Tee konsumierten und jene, die weniger als drei Mal pro Woche Tee tranken. Hier wurde deutlich, dass die Gruppe, die sich regelmäßig mit dem heißen Getränk stärkte, über eine bessere Herzgesundheit verfügte. Das Resultat der Studie: Die Wahrscheinlichkeit einer Herzerkrankung bei regelmäßigem Teekonsum ist um 20 Prozent geringer. Zudem zeigten die Ergebnisse eine geringere Sterblichkeit der Teilnehmer:innen durch ein Herz-Kreislauf-Leiden oder eine andere Erkrankung um 22 beziehungsweise 15 Prozent. 

Gesunder Blutdruck durch pflanzliches Wundermittel

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland die Todesursache Nummer eins. Hierbei ist der Bluthochdruck ein wichtiger Risikofaktor. Können da getrocknete Blätter der Teepflanze Abhilfe schaffen? Laut Forscher:innen: ja.

Eine Studie des British Journal of Nutrition wies darauf hin, dass grüner Tee zur Senkung von Hypertonie führen kann. Um den Zusammenhang zwischen Teekonsum und Blutdruck besser zu untersuchen, analysierten Wissenschaftler:innen 25 randomisiert-kontrollierte Studien. Das heißt, die Proband:innen wurden hier in mindestens zwei Gruppen eingeteilt – eine Versuchs- und eine Placebogruppe. Dabei erkannten sie, dass langfristiger Teegenuss eine positive Wirkung erzielte. Bereits nach drei Monaten Teetrinken war der Blutdruck um 2,6 mmHg systolisch und 2,2 mmHg diastolisch niedriger. Der Grüntee wies hierbei die besten Resultate auf. Bereits diese geringe Senkung der Zahlen würde gesamtheitlich das Schlaganfallrisiko um acht Prozent, die Sterblichkeit bei koronaren Herzkrankheiten um fünf Prozent und die Zahl der Todesfälle um vier Prozent senken.

Doch wie viel Grüntee sollte ich trinken, um bestens von den positiven Wirkungen der Kräuter zu profitieren? Hierfür gibt es keine offizielle Empfehlung, doch: „Ein bis zwei Tassen grüner Tee am Tag ist meines Erachtens eine gute Orientierung. Tasten Sie sich langsam an grünen Tee heran und schauen Sie, wie Sie ihn vertragen“, rät Professor Hans Hauner, Leiter des Instituts für Ernährungsmedizin an der Technischen Universität München.

Quellen:
Tanja Hohenester: Grüner Tee – Ein Wundermittel aus der Natur
Deutsches Grünes Kreuz e.V.: 23 gute Gründe, grünen Tee zu trinken
Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs: Randomisiert-kontrollierte Studie
Statista: Häufigste Todesursachen in Deutschland

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