Eisen im Blut

Kleines Spurenelement mit großer Wirkung

Von Tobias Lemser · 2020

Müdigkeit, Haarausfall, Abgeschlagenheit und Konzentrationsschwäche: Typische Anzeichen, die für einen Eisenmangel sprechen können. Knapp zwei Milliarden Menschen leiden weltweit darunter. Doch wie kommt es überhaupt dazu und was kann man dagegen tun?

Eisenhaltige Lebensmittel schön drapiert
Foto: iStock/vaaseenaa

Für die meisten ist Eisenmangel ein reines Frauenthema. Kein Wunder, schließlich verlieren Frauen durch ihre Regelblutung jeden Monat durchschnittlich rund 60 Milliliter Blut. Niedrige Eisenwerte sind nicht selten die Folge. Doch es gibt noch eine Reihe weiterer Gründe, die einen Eisenmangel bei Frauen und Männern auslösen können. Oftmals erschwert eine langandauernde Medikamenteneinnahme oder erhöhter Konsum von Schwarztee oder Kaffee die Eisenaufnahme. Wie australische Forscher Ende vergangenen Jahres herausfanden, kann ebenso eine nicht-alkoholbedingte Fettleber dazu führen, dass Eisen vom Körper nicht ausreichend genutzt werden kann. Generell haben Veganer, Menschen mit Essstörungen, aber auch Senioren und Sportler ein erhöhtes Risiko für diese Mangelerscheinung.

Eisen im Blut: unersetzbares Spurenelement

Doch wofür braucht der Körper überhaupt dieses Metall? Eisen ist ein lebensnotwendiges Spurenelement, um rote Blutkörperchen zu bilden und somit den Sauerstofftransport von der Lunge in die einzelnen Gewebe zu ermöglichen. Zudem trägt es dazu bei, Sauerstoff in den Muskeln zu speichern und Elektronen im Energiestoffwechsel zu übertragen.

Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollten Kinder acht bis zehn Milligramm Eisen zu sich nehmen. Für Jugendliche und Erwachsene sind zehn bis 15 Milligramm ratsam. Bei welchen Eisenwerten Handlungsbedarf herrscht, hängt jedoch vom Alter ab und sollte individuell mit dem Hausarzt besprochen werden. Denn fallen die Werte zu sehr ab, droht eine Blutarmut, die im Extremfall den Herzmuskel schwächen kann.

Wertvolle Eisenspender 

Bestätigt sich bei einer hausärztlichen Untersuchung der Eisenmangel, stehen eine Reihe von Arznei- und Nahrungsergänzungsmitteln zur Verfügung. Aber auch durch eine Nahrungsumstellung lassen sich die Speicher zusätzlich wieder auffüllen. Hohe Eisenvorräte haben Lebensmittel wie Weizenkleie, Hirseflocken, Kürbiskerne, aber auch getrocknete Sojabohnen, Linsen und Eigelb. Wichtig jedoch: Beim Verzehr dieser Lebensmittel sollte auf Kaffee, Tee, Milchprodukte und Weißmehlprodukte verzichtet werden, da sie die Eisenaufnahme hemmen. Besser ist es stattdessen, eisenhaltige Produkte zusammen mit Vitamin C zu verzehren, da es die Eisenaufnahme im Körper begünstigt.

Quellen:
www.eisencheck.at/eisen-im-koerper/eisenhaltige-lebensmittel
www.ugb.de/ernaehrungsplan-praevention/eisen-vegetarisch-gut-versorgt/?eisen-eisenmangel
www.eisenmangel.de/was-ist-eisenmangel/eisenmangel-symptome

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