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Interview

„Wenn Blutverdünner keine Option mehr sind...“

Von Boston Scientific · 2016

Herr Prof. Dr. Gunnar Klein ist sowohl als niedergelassener Elektrophysiologe in der Praxis „Herz im Zentrum, Hannover“ als auch als interventioneller Kardiologe tätig. Somit beurteilt Herr Prof. Klein diese etablierte Therapie des Vorhofohrverschlusses aus beiden Perspektiven.

Warum besteht bei Patienten mit Vorhofflimmern Bedarf für eine Therapie wie den Vorhofohrverschluss?

Patienten mit Vorhofflimmern haben ein fünffach höheres Risiko einen Schlaganfall zu erleiden. Dabei entstehen über 90 Prozent der Gerinnsel in einer Struktur des Herzens - dem linkem Vorhofohr. Um die Bildung der Blutgerinnsel zu vermeiden gelten die  „Blutverdünner“, insbesondere die direkten oralen Antikoagulanzien, als Basistherapie -  aber nicht jeder Patient verträgt die Medikamente. Nebenwirkungen, bis hin zu schweren Blutungen mit bis 3,5%/Jahr, können die Folge sein. Für diese Patienten gibt es die Möglichkeit das Vorhofohr mit einem Schirmchen zu verschließen und dann mittelfristig auf die Blutverdünner zu verzichten.

In Ihrer täglichen Praxis: welches sind die typischen Patienten die hierfür in Frage kämen?

Das Patientenkollektiv umfasst Patienten mit Vorhofflimmern, die meist schon in der Vergangenheit Erfahrungen mit Vitamin-K-Antagonisten oder direkten Antikoagulanzien gemacht haben und zum Beispiele schwere Hirnblutungen, gastrointestinale Blutungen oder rezidivierende Stürze mit Verletzungsfolge hinter sich haben und nach einer Alternative zur Blutverdünnung suchen.

Wie würden Sie einem Kollegen den klinischen Nutzen einer Vorhofohrverschlusstherapie speziell mit dem WatchmanTM-Device beschreiben, um den Zugang zu dieser Therapie zu verbessern?

 WatchmanTM ist der Okkluder mit randomisierten Daten zur Wirksamkeit und auch das einzige System, das auch in den USA für die Therapie zugelassen ist sowie eine den  Vitamin-K-Antagonisten vergleichbare Schlaganfallprävention bietet. Real-life Daten zeigen relativ niedrige Komplikationsraten, die mit einer Vorhofflimmerablation zu vergleichen sind.

Welche Hemmnisse sehen Sie im Gespräch mit Patienten gegenüber dieser Therapie und wie treten Sie diesen entgegen?

 Aufgrund der Begleiterkrankungen sind sich Patienten ihrem hohen Blutungsrisiko oft nicht bewusst. Einem invasiven Eingriff stehen die meisten Patienten aufgrund von Komplikationen (zum Beispiel Herzbeutelerguss) oftmals skeptisch gegenüber. Es liegt in der Verantwortung des Kardiologen mit dem Patienten zusammen eine Risiko-Nutzen Abwägung zu treffen.

Wie sehen Sie die Entwicklung dieser Therapie in der Zukunft?

Direkte orale Antikoagulanzien sind die erste Wahl zur Schlaganfallprävention bei Patienten mit Vorhofflimmern. Für alle Patienten mit hohem Blutungsrisiko oder stattgehabten Blutungen oder anderen Kontraindikationen wird der Vorhofohrverschluss sich aber zum Standard entwickeln.

Achtung: Gesetzlich ist der Verkauf beschränkt auf Anweisung eines Arztes. Die Indikationen, Kontraindikationen, Warnungen und Anweisungen zur Verwendung finden Sie in der Produktkennzeichnung auf jedem System. Informationen zur Verwendung gelten nur in Ländern mit Registrierungen bei der Gesundheitsbehörde. Das Informationsmaterial ist nicht für die Verwendung in Frankreich zugelassen. 2016 Copyright © Boston Scientific Corporation. Alle Rechte vorbehalten.

Boston Scientific fördert oder unterstützt nicht die Verwendung des Systems außerhalb der zugelassenen Kennzeichnung. Fallstudien sind nicht unbedingt repräsentativ für die klinischen Ergebnisse in allen Fällen da individuelle Ergebnisse variieren können. Alle Bilder des Systems wurden von Boston Scientific aufgenommen.

Kontakt

Boston Scientific Medizintechnik GmbH
Daniel-Goldbach-Straße 17-27
40880 Ratingen
E-Mail: Germany-Watchman@bsci.com
Web: www.bostonscientific.com

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