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Vorhofohrverschluss

Schlaganfall dank innovativer Methode entgegenwirken

2018

Ein sogenannter Vorhofohr-Okkluder verschließt das Vorhofohr dauerhaft.

Tritt eine Herzrhythmusstörung auf, handelt es sich häufig um sogenanntes Vorhofflimmern, das in der Folge zu einem Schlaganfall führen kann. Einigen Patienten kann ein spezielles Katheterverfahren helfen, bei dem ein Implantat in das linke Vorhofohr gesetzt wird. Dort bilden sich besonders häufig Blutgerinnsel.

In Deutschland gibt es rund eine Million Vorhofflimmerpatienten – Tendenz steigend. „Trotz dieser erschreckenden Zahl sind sowohl die Erkrankung als auch mögliche Behandlungsmaßnahmen weitestgehend unbekannt. Der Aufklärungsbedarf ist entsprechend hoch“, weiß Prof. Dr. Alexander Ghanem, Leitender Oberarzt und Stellvertretende Leitung des Herzkatheterlabors an der Asklepios Klinik St. Georg in Hamburg.

„Beim Vorhofflimmern führen fehlerhafte elektrische Signale zu einer schnellen und unregelmäßigen Kontraktion der Herzkammern“, erläutert Prof. Dr. Ghanem. „Patienten nehmen diesen Prozess häufig als Herzstolpern wahr.“ 

Anzeichen erkennen

Zu den typischen Anzeichen zählt außerdem ein unregelmäßiger Puls. Viele Patienten klagen darüber hinaus über Symptome wie Müdigkeit, Atemnot und Angstgefühl. Beim Vorhofflimmern können sich Blutgerinnsel im linken Vorhofohr bilden. Wird ein dort befindliches Gerinnsel über die Blutbahn verschleppt, kann dies zum Gefäßverschluss einer Gehirnarterie führen, was wiederum einen Schlaganfall begünstigt. Aus diesem Grund sollten Betroffene bei möglichen Anzeichen unverzüglich einen Arzt aufsuchen, der entsprechende Behandlungsschritte einleitet. Um dem Krankheitsverlauf entgegenzuwirken, nehmen Patienten oft lebenslang blutverdünnende Medikamente ein. Allerdings erhöht sich dadurch das Blutungsrisiko – auch in lebenswichtigen Organen, wie etwa dem Gehirn. Hinzu kommt, dass nicht alle Patienten auf diese Therapie ansprechen.

Implantat für Vorhofohrverschluss

Aktuelle Studien belegen, dass einigen Patienten ein spezielles Katheterverfahren helfen kann. Im Visier: das linke Vorhofohr, an dem mehr als 90 Prozent der Blutgerinnsel entstehen, die einen Schlaganfall auslösen können. „Ein sogenannter Vorhofohr-Okkluder, beispielsweise der AMPLATZER™ Amulet™ von Abbott, ist, vereinfacht gesagt, eine Art Stöpsel, der das Vorhofohr dauerhaft verschließt. Damit ist das Vorhofohr vom Blutfluss getrennt und als Verursacher eines Schlaganfalls ausgeschlossen,“ beschreibt Prof. Dr. Ghanem das Verfahren. „Dazu dient ein scheibenförmiges, zusammenklappbares Geflecht, welches wir mithilfe eines Katheters über die Leiste einführen und über die Blutgefäße zum Vorhofohr leiten. Dort setzen wir das aus einem Drahtgeflecht bestehende Implantat ein und überprüfen mittels eines bildgebenden Verfahrens die Position.“ Sind keine Korrekturen mehr notwendig, wird das Implantat freigesetzt und der Katheter wieder entfernt. Insgesamt dauert der von den Krankenkassen übernommene Eingriff etwa eine Stunde. Patienten spüren währenddessen kaum etwas und verlassen in der Regel nach zwei bis drei Tagen mit neu gewonnener Lebensqualität das Krankenhaus.

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