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Koronare Herzkrankheit 

KHK: keine typisch männliche Erkrankung

Von Berlin-Chemie AG · 2018

Grafik: Angina-pectoris-Symptome bei Frauen 
Häufige Angina-pectoris-Symptome bei Frauen 

Die koronare Herzkrankheit (KHK) galt lange als typisch männliche Erkrankung. In Wirklichkeit ist bei Frauen in Deutschland jedoch nicht Krebs die führende Todesursache, sondern seit 2002 Herzinfarkte und Schlaganfälle. Frauen haben allerdings oft andere Symptome als Männer und häufiger sind bei ihnen die kleinen Gefäße des Herzens betroffen. Daher wird die Erkrankung bei Frauen seltener erkannt.

Die Verengung der Blutgefäße des Herzens bei der koronaren Herzkrankheit macht sich meist durch eine Beklemmung und drückende Schmerzen in der Brust bemerkbar. Es raubt den Betroffenen sprichwörtlich den Atem und erschwert ihnen das Leben erheblich. Man nennt diese Beschwerden auch Angina pectoris, die "Enge des Herzens“.

Doch warum kommt es zu solchen Problemen?

Die Angina pectoris ist ein Warnsignal, dass das Herz nicht ausreichend mit Blut versorgt wird. Dadurch gelangt nicht ausreichend Sauerstoff in den Herzmuskel. In den meisten Fällen ist eine Engstelle in den großen Herzkranzgefäßen die Ursache. Es kann jedoch auch vorkommen, dass nur die kleinen fein verästelten Gefäße des Herzens betroffen sind. Diese Form tritt häufiger bei Frauen auf, bleibt aber oft länger unentdeckt. So werden bei der Hälfte der Frauen trotz Beschwerden im Herzkatheterlabor kaum Auffälligkeiten an den großen Herzkranzgefäßen festgestellt. Eine Verengung der kleinen Gefäße ist wesentlich schwieriger festzustellen und zu therapieren, denn die Beseitigung der Verengung durch einen Stent kann nur in großen Gefäßen durchgeführt werden. Moderne Medikamente können hier durch eine direkte Wirkung am Ort des Sauerstoffmangels helfen. So können beispielsweise Verkrampfungen in den Herzmuskelzellen selbst gelöst werden, was zu einer besseren Durchblutung des Herzens führt. Die Häufigkeit von Angina-pectoris-Anfällen wird dadurch deutlich reduziert. Oft treten die Symptome nur bei körperlicher Belastung auf. Dies spricht für eine chronische Form der koronaren Herzkrankheit.

Doch was, wenn man die Beschwerden schon bei Ruhe spürt?

Dann besteht die Gefahr eines Herzinfarkts und es sollte umgehend ein Notarzt gerufen werden. Die Anzeichen werden allerdings bei beiden Formen gerade von Frauen häufig unterschätzt. Sie vermuten bei bestimmten Beschwerden als Ursache nicht unbedingt eine Erkrankung des Herzens, denn Frauen weisen häufiger als Männer untypische Symptome auf. Während einer Angina-pectoris-Attacke treten bei Frauen öfter Schmerzen im Bereich des Kiefers, der Schultern und der Arme auf. Auch Übelkeit, Müdigkeit, allgemeine Schwäche und Verdauungsstörungen können Anzeichen für eine Erkrankung des Herzens sein. Daher gilt es, hier besonders aufmerksam zu sein, die Symptome nicht zu unterschätzen und zur Abklärung einen Arzt aufzusuchen.

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E-Mail: info@berlin-chemie.de

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