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Katheterablation

„Der Elefantenrüsselfisch stand Pate“

Von Boston Scientific Medizintechnik GmbH · 2020

Professor Dr. med. Reza Wakili ist Leiter der Rhythmologie an der Klinik für Kardiologie und Angiologie am Universitätsklinikum Essen. Er hat dort ein neues Verfahren zur Verödung von Herzzellen weltweit erstmals angewendet. Inzwischen wurden in Deutschland 2.600 Patienten mit der speziellen Katheterablation behandelt.

Prof. Wakili, was ist das Besondere an der neuen Methode zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen?

Diese Methode, der Direct-Sense-Katheter, ist besonders effizient und besonders sicher. Heißt: Wir können mit hohen Energien arbeiten und trotzdem kontrolliert veröden. Das Vorbild für diese innovative Technologie fanden die Entwickler übrigens in der Natur – beim Elefantenrüsselfisch. 

Was macht den Elefantenrüsselfisch zum Vorbild?

Der Elefantenrüsselfisch ist ein nachtaktiver Süßwasserfisch aus der Familie der Nil-Hechte. Er baut um sich ein elektrisches Feld auf, indem er über seinen Schwanzstiel elektrische Impulse aussendet und wieder empfängt. So kann er – wie eine Parkdistanzkontrolle am Auto – auch im Dunkeln sicher manövrieren und sogar zwischen lebenden oder unbelebten Hindernissen unterscheiden. 

Welche Rolle spielen diese besonderen Fähigkeiten bei der Katheterablation?

Eine Katheterablation ist anspruchsvoll: Die Herzzellen, welche die Rhythmusstörungen auslösen, müssen genau identifiziert und gezielt verödet werden. Der DirectSense-Katheter sendet nach dem Vorbild des Elefantenrüsselfisches an seiner Spitze elektrische Impulse aus. Das hilft uns, einerseits zielgenau zu manövrieren und andererseits die richtige Balance zwischen Effizienz und Sicherheit bei der Verödung zu finden. Das Sicherheitsmonitoring des Katheters zeigt uns genau, wie stark die Energieabgabe sein muss, um einen Effekt zu erzielen, ohne dabei das empfindliche Herzgewebe zu verletzen. 

Für wen ist diese Behandlungsmethode sinnvoll?

Der DirectSense-Katheter ist universell einsetzbar. Einen besonderen Mehrwert bietet er, wenn an riskanten Stellen, etwa nah an einer elektrischen Leitungsbahn oder einem Gefäß, verödet werden muss oder dann, wenn es nach einer vorausgegangenen Verödung zu einem Rückfall kommt oder der Herzmuskel sehr dick ist. Das gute Sicherheitsmonitoring ermöglicht es, kontrolliert höhere Energien abzugeben, um einen dauerhaften Erfolg zu erzielen. Insgesamt ein echter Vorteil gegenüber anderen Systemen, die nur den Anpressdruck beim Veröden messen. 

Sie haben dieses neue System von Anfang an begleitet. Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Ich arbeite sehr gern mit dieser Technologie. Toll wäre eine zusätzliche visuelle Kontrolle durch eine Kamera oder die Kombination mit der etablierten Anpressdruck-Technologie. Davon könnten auch andere medizinische Verfahren profitieren.

DirectSense-Katheter

Produktporträt: DirectSense

Bei Herzrhythmusstörungen kann es helfen, bestimmte Areale im Herzen mit einem Katheter zu veröden. Die neue DirectSense-Technologie hilft dem behandelnden Arzt, sich im Herzen zu orientieren. Anders als die bisher gängige Methode, die den Anpressdruck misst, nutzt DirectSense elektrische Signale. Anhand der Signale kann der Arzt erkennen, wie nah er sich mit dem Katheter am Gewebe befindet. So kann er das Gewebe und die Verödung beurteilen.

Kontakt

Boston Scientific Medizintechnik GmbH
Daniel-Goldbach-Straße 17–27
40880 Ratingen
Web: www.bostonscientific.com

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