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Herzinfarkt

„Nach dem Infarkt ist vor dem Infarkt“

Von Astra Zeneca GmbH · 2018

Portrait Dr. med. Karin Rybak
Dr. med. Karin Rybak

Nach der erfolgreichen Behandlung eines Herzinfarktes im Krankenhaus beginnt für den Patienten die eigentliche „Arbeit“. Was das in der Praxis bedeutet und welche enorm wichtige Rolle ambulante Kardiologen dabei spielen, erklärt Kardiologin und Internistin Dr. med. Karin Rybak.

Was müssen sich Patienten nach Krankenhausaufenthalt und Reha bewusst machen?

Zunächst muss der Patient das einschneidende Ereignis eines Herzinfarktes  verarbeiten und akzeptieren, dass es sich dabei nicht um ein einmaliges, kurzfristiges Problem handelt, hinter das er mit dem Einsetzen eines Stents einen Haken machen kann. Der Stent behandelt nur die Akutsituation. Die Re-Infarktrate ist in den ersten sechs Monaten nach dem Primärereignis mit circa fünf bis acht Prozent am höchsten und liegt nach fünf Jahren bei etwa 14 Prozent. Das Mortalitätsrisiko bleibt langfristig hoch. Zwar haben die Überlebenschancen sich dank moderner Behandlungsmöglichkeiten erhöht, doch auf den Fortschritten der Medizin ausruhen darf sich kein Patient. Ein Re-Infarkt kann ihn das Leben kosten.

Wie kann das Risiko konkret gesenkt werden?

Patienten müssen die Zeit nach einem Herzinfarkt als zweite Chance begreifen und ihre Verhaltensweisen aktiv ändern. Der Infarkt ist nur die Spitze des Eisberges. Was die Anpassung des Lebensstils – weniger Stress, gesündere Ernährung, Bewegung und Rauchstopp – anbelangt, braucht es einen aktiven Patienten. Eigenverantwortung und Disziplin sind das A und O. Gleiches gilt für die konsequente, kontinuierliche Einnahme der Medikamente. Nur so kann das Voranschreiten der generalisierten Arteriosklerose, eine der wesentlichen Ursachen für einen Infarkt, verlangsamt werden. Der Praxisalltag zeigt, dass viele Patienten das nicht ernst nehmen. Sie fühlen sich schließlich wieder fit – ein Trugschluss.

Wichtig in der Sekundärprävention sind auch Nachsorge-Untersuchungen ...

Ein regelmäßiger Kontrollbesuch ist unerlässlich – und zwar beim ambulanten Kardiologen. Viele Untersuchungen des Herzens können nicht vom Hausarzt geleistet werden. Der Facharzt behandelt zudem Komorbiditäten wie Diabetes oder Hypertonie und kann die medikamentöse Therapie – nach der Akutphase insbesondere die blutgerinnungshemmenden Substanzen nach Stent betreffend – optimal und individuell gestalten. Die kontinuierliche Reevaluierung der Risikokonstellation gehört in die Hand eines Kardiologen. Die konsequente kardiologische Nachsorge ist leider nach wie vor ein Stiefkind in der ambulanten Betreuung, obwohl sich durch sie der Langzeiterfolg und die Prognose des Patienten nachweislich verbessern lassen. Ein klares Entlassungsmanagement durch die Kliniken, das Schnittstellenprobleme zwischen stationärer und ambulanter Versorgung vermeiden hilft, und eine stärkere Vernetzung von Hausärzten und ambulanten Kardiologen wären wünschenswert. DE-13943/18

Kontakt

Astra Zeneca GmbH
Tinsdaler Weg 183
22880 Wedel
E-Mail: info@astrazeneca.com

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