Risiken und Folgen

Schleichende Gefahren mit fatalen Folgen

Von Mark Krüger · 2016

Diabetes, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Adipositas – diese chronischen Krankheiten sind Gift für unser Herz und unsere Blutgefäße. Nicht ohne Grund sprechen Mediziner vom tödlichen Quartett. Doch vielen Menschen ist nicht bewusst, wie sehr die einzelnen Risikofaktoren sich gegenseitig beeinflussen.

Unser Köper ist ein hochkomplexes Zusammenspiel aus unzähligen Funktionen, die wie Zahnräder ineinander greifen und von vielen Faktoren beeinflusst werden. Stoppt ein Rad, laufen welche zu langsam oder zu schnell, kann das System nicht optimal am Laufen gehalten werden. Übertragen auf unseren Körper bedeutet das: Eine Erkrankung kann eine andere nach sich ziehen. Bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko für viele Krankheiten. Ebenso schlüpfen einige Krankheiten wiederum selbst in die Rolle des Risikofaktors und sind verantwortlich für die sogenannten Folgeerkrankungen. Beispiel: Adipositas. Die Weltgesundheitsorganisation WHO bezeichnet sie als das größte chronische Gesundheitsproblem in westlichen Ländern. Der Grund: Adipositas erhöht das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall und geht unter anderem Hand in Hand mit Diabetes mellitus und Bluthochdruck.

Ein Teufelskreis, der tödlich enden kann

Ein erhöhter Blutzuckerspiegel führt zu einem beschleunigten Alterungsprozess des Herzens. Die Folgen sind Durchblutungsstörungen durch Ablagerung in den Blutgefäßen, Herzinsuffizienz und Herzrhythmusstörungen. Über 70 Prozent der Diabetiker, vor allem des Typ-2, sterben an den Folgen einer Herz-Kreislauferkrankung. Das Risiko für einen Herzinfarkt ist bei männlichen Betroffenen um das Vierfache erhöht, bei Diabetikerinnen sogar um das Sechsfache. Eine ebenso ernstzunehmende Gefahr – oft unterschätzt oder gar nicht erst entdeckt – ist der Bluthochdruck. Unter ihm leiden übrigens Menschen mit Diabetes besonders häufig. Über einen längeren Zeitraum unbehandelt, kann er ebenso Herzrhythmusstörungen bewirken und zu Gefäßverkalkungen führen. Eine Arteriosklerose macht wiederum Herztod und Schlaganfal l wahrscheinlicher. Vor allem die Kombination aus erhöhtem Blutzucker und Blutdruck ist eine gefährliche Mischung für Herz und Blutgefäße.

Von der Krampfader zur Embolie

Verengte oder gar komplett verschlossene Blutgefäße haben nicht nur Auswirkungen auf Herz und Gehirn – Stichwort Schlaganfall. Betroffen sein können auch die Beine durch eine arterielle Verschlusskrankheit. Hingegen typische Venenbeschwerden Krampfadern sind, wobei diese in den meisten Fällen aufgrund einer angeborenen oder altersbedingten Venenwand- oder Venenklappenschwäche verursacht werden. Durch die Insuffizienz wird der Rücktransport des Bluts von den Füßen zum Herzen erschwert, das Blut fließt langsamer und bildet Gerinnsel. Das kann im schlimmsten Fall zu einem lebensbedrohlichen Gefäßverschluss, einer Embolie in Herz oder Lunge führen.

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