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Interview

„Neue OP-Methode dichtet Herzklappe ab“

Von Edwards Lifesciences SA · 2017

Dr. R. St. von Bardeleben, Universitätsklinikum Mainz

Eine undichte Mitralklappe ist eine der häufigsten Herzklappenerkrankungen. Um diese Fehlfunktion zu rekonstruieren, setzen Kardiologen neuerdings auf ein Cardioband von Edwards Lifesciences. Was dieses System kann und wie der operative Eingriff funktioniert, erklärt Dr. Ralph Stephan von Bardeleben, Facharzt für Kardiologie am Universitätsklinikum Mainz.

Können Sie uns kurz erläutern, welche Bedeutung die Mitralklappe hat?

Als eine von vier Herzklappen liegt die Mitralklappe zwischen dem linken Vorhof und der linken Herzkammer und weist eine der größten Durchtrittsöffnungen auf. Vergleichbar ist die Mitralklappe, die den höchsten Druck­unterschieden im Körper standhalten muss, mit zwei großen Klappensegeln. Zahlreiche an den Segeln befestigte Chordae, also dünne Sehnenfäden, sorgen dafür, dass die Klappe sich öffnet und wieder schließt.

Was passiert, wenn die Klappe nicht mehr richtig schließt?

Das Blut fließt vermehrt in die falsche Richtung und es kommt infolgedessen zu einem Druckanstieg und einer Füllungsvermehrung von Vorhof und Lungengefäßen. Rhythmusstörungen wie Vorhofflimmern oder Wassereinlagerungen in der Lunge können die Folge sein. Betroffene Patienten leiden zumeist unter Luftnot.

Inwiefern kann das Cardioband von Edwards Lifesciences diese Beschwerden beheben?

Das Cardioband ist ein direktes Ringverkleinerungssystem, das bei krankhaft erweiterter Herzklappe zu einer Rückführung der Dehnung des Klappenrings und somit zu einer besseren Berührung und Abdichtung der natürlichen Herzklappensegel führt. 

Edwards Cardioband™ Transcatheter Mitral Valve Repair System ©Edwards Lifesciences

Wie wird das Cardioband eingesetzt?

Per Katheterverfahren nutzen wir einen Venenzugang und eine kleine Punktion der Vorhofscheidewand im Herzen, um zur Mi­tralklappe zu gelangen. Der Katheter kann ferngesteuert und gebogen werden, um den Mitralring an allen Punkten zu erreichen. Ein flexibles Schlauchsystem wird mit winzigen Schrauben 80 Zentimeter von der Punktionsstelle am schlagenden Herzen fixiert und mit einem dünnen Metalldraht auf die optimale Weite zusammengezogen. 

Wie geht es für die Patienten nach der OP weiter?

Ältere Patienten, aber auch jene, die Begleiterkrankungen haben, werden noch auf dem Hybrid-OP-Tisch von der künstlichen Beatmung getrennt, erweckt und extubiert. Bereits nach 30 Minuten sind die Patienten wieder ansprechbar. Nachdem wir sie die erste Nacht nach der OP auf einer Monitorstation betreut haben, entlassen wir sie nach drei bis fünf Tagen.

Ist mit weiteren Eingriffen zu rechnen?

Jedes herzchi­rurgische und interventionelle Verfahren unterliegt einer möglichen Rezidivrate, die nach derzeitigem Kenntnisstand gering ist. Die Katheterverfahren zeichnen sich durch eine hohe Sicherheit aus. Es stehen bei Bedarf nach Ringverfahren immer noch optionale interventionelle und chirurgische Weiterbehandlungsoptionen offen.

Kontakt

Edwards Lifesciences SA
Route de l’Etraz 70
CH-1260 Nyon
Web: www.edwards.com/eu

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