Studienwegweiser

Aktuelle Studien zur Herzinsuffizienz

Von Tobias Lemser · 2016

Symptome wie ein Stechen oder Engegefühl im Brustbereich sollten ernst genommen werden.

In den vergangenen Jahren haben mehrere Wissenschaftler rund um das Thema Herzschwäche geforscht. Lesen Sie, was sie diesbezüglich über das Coenzym Q10 und Kardioverter-Defibrillatoren herausgefunden haben und wie der allgemeinen Wissensstand der Bevölkerung in Bezug auf Herzinsuffizienz ist.

Bei einer Herzinsuffizienz ist unser Antriebsmotor nicht mehr in der Lage, den Körper mit ausreichend Blut und somit Sauerstoff zu versorgen. Ist die körperliche Leistungsfähigkeit zu Beginn lediglich bei starker Belastung eingeschränkt, fällt das Atmen im fortgeschrittenen Zustand bereits in Ruhephasen schwer und die Müdigkeit nimmt zu. Um den Betroffenen helfen zu können, sind Studien von immenser Bedeutung.

Q-Symbio-Studie

Inhalt: Bei der Q-Symbio-Studie handelt es sich um eine von Prof. Svend Aage Mortensen vom Universitätsklinikum Kopenhagen im Jahr 2003 initiierte Studie. Zu den Teilnehmern zählten 420 Patienten verschiedener Länder, die an ein er schweren Form der Herzinsuffizienz litten. Zwei Jahre lang wurden ihnen nach dem Zufallsprinzip entweder täglich Weichgelatinekapseln mit dem Wirkstoff Koenzym Q10 oder entsprechende Placebokapseln verabreicht. Ziel: Das Ziel der im Jahr 2013 veröffentlichten Studie lag darin, herauszufinden, wie lange es dauerte, bis bei den Teilnehmern beider Gruppen wieder Herzprobleme auftraten. Ergebnis: Festgestellt wurde, dass das Sterberisiko von Menschen, die an chronischer Herzinsuffizienz leiden, um 43 Prozent zurückging, wenn sie Nahrungsergänzungsmittel mit dem natürlichen Wirkstoff Koenzym Q10 einnahmen. Darüber hinaus lag in der Q10-Gruppe die Zahl der Krankenhausaufenthalte bei acht Prozent, in der Placebogruppe dagegen bei 14 Prozent. Nur das Produkt Q10 Bio-Qinon Gold konnte diese Ergebnisse erzielen, da es aufgrund dieses Herstellungsverfahrens eine besondere Bioverfügbarkeit hat.

ICD-Studie

Inhalt: An der am Kopenhagener Rigshospitalet durchgeführten und im August 2016 veröffentlichten Untersuchung nahmen 556 Patienten mit Herzinsuffizienz teil, denen ein Kardioverter-Defibrillator (ICD) implantiert wurde. Die Patienten, die alle medikamentös eingestellt wurden, verteilte man nach dem Zufallsprinzip auf zwei Gruppen. In einer erhielten sie einen Kardioverter- Defibrillator, in der anderen nicht. Ziel: Die Absicht der Studie war es, das Sterberisiko von Patienten mit nicht-ischämischer Herzinsuffizienz zu senken. Ergebnis: In der Nachbeobachtungszeit starben in der Gruppe mit ICD 21,6 Prozent der Patienten, in der Gruppe ohne ICD waren es 23,4 Prozent. Das Sterberisiko konnte also trotz eines ICDs nicht gesenkt werden.

SHAPE-Studie:

Inhalt: Die in neun europäischen Ländern im Jahr 2007 durchgeführte Shape-Studie hat untersucht, was die Öffentlichkeit und verschiedene Gruppen von Medizinern über Herzinsuffizienz wissen. Insgesamt wurden 8.000 Personen aus der Allgemeinbevölkerung, 3.000 Hausärzte und 4.000 Fachärzte befragt. Ziel: Das Ziel war es herauszufinden, wie viele Personen über Herzinsuffizienz, deren Symptome und Therapiemöglichkeiten Bescheid wissen. Ergebnis: In der allgemeinen Bevölkerung weiß man nur wenig über die Erkrankung und kennt auch ihre typischen Symptome kaum. Auch offenbart die Studie, dass selbst viele Allgemein- und Hausärzte nur unzureichend über die korrekte Diagnostik und Therapie informiert sind.

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